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Galileo Space bei der Toulouse BedRest Studie

Galileo® Space bei der Toulouse BedRest-Studie

19.11.2012 (Novotec Medical)

Bettruhe im Namen der Wissenschaft

Die Technologie von Galileo Training wurde bereits mehrfach erfolgreich in internationalen Raumfahrtstudien zum Erhalt von Muskeln und Knochen eingesetzt. Durchgeführt vom Institut de Médecine et de Physiologie Spatiales (MEDES - IMPS) startete vergangene Woche in Toulouse eine neue BedRest-Studie der European Space Agency (ESA). Galileo Space ist wieder dabei und wird von der ESA als Referenzverfahren für effektives Astronautentraining eingesetzt.

Warum erklären sich 12 Freiwillige bereit, sich innerhalb eines Jahres gleich dreimal für jeweils 21 Tage ins Bett zu legen, den Kopf 6° unterhalb der Horizontalen gelagert? Sie tun es, weil dies ein anerkannter Zustand simulierter Schwerelosigkeit ist, denn das schwerkraftbedingte Gewicht wird durch die horizontale Lagerung reduziert. Die Teilnehmer dürfen nicht aufstehen, noch nicht einmal, um kurz frische Luft zu schnappen oder die Toilette aufzusuchen. Diese absolute Bettruhe bewirkt im Körper ähnliche Reaktionen wie die Schwerelosigkeit, ist jedoch einfacher und billiger durchzuführen, als die Teilnehmer ins Weltall zu entsenden.

 

Ohne die auf den Körper einwirkende Schwerkraft baut der Mensch Muskel und Knochen ab. Diese Tatsache würde insbesondere bei Langzeitmissionen wie beispielsweise einer Reise zum Mars zu ernsthaften Problemen führen. In der neuen Studie geht es deshalb wie schon in früheren Studien darum, die Herausforderungen eines Langzeitaufenthaltes im Weltraum besser zu verstehen und Maßnahmen zu finden, um dem Knochen- und Muskel-Abbau entgegen zu wirken. In Toulouse wird neu der zusätzliche Einfluss von auf das Training abgestimmter Ernährung untersucht.

Die 12 Teilnehmer wurden in drei Gruppen aufgeteilt. Die Kontrollgruppe verbringt die Zeit im Bett ohne irgendeine Form von Gegenmaßnahme. Die zweite Gruppe trainiert nach einem festgelegten Trainingsplan auf Galileo Space. Als Trainingsmethode kommt dabei ähnlich wie bei den Berliner BedRest-Studien eine Variante des Galileo High Intensity Training (HIT) zum Einsatz. Die letzte Gruppe absolviert ebenfalls das Training, nimmt zusätzlich jedoch unter Bodybuildern verbreitete Nahrungsergänzungsmittel zu sich. Ziel der Studie ist es, die richtige Kombination von Training und Ernährung zu untersuchen. Daher wurde das Galileo Training im Vergleich zur letzten Berliner BedRest-Studie (BBR2) nochmals stark verkürzt. Durch dieses bewusst suboptimale Training von lediglich 2 * 4 Minuten pro Woche sollen zusätzliche positive Effekte der Ernährung auf den Muskel- und Knochenerhalt nachgewiesen werden.

Nach Ablauf der ersten 21 Tage treffen sich die Teilnehmer vier Monate später zur zweiten Runde in der Klinik am MEDES wieder. Die dritte Runde startet dann erst 2013.

Die Ergebnisse aus Toulouse sind nicht nur wichtig für die Weltraumforschung, sondern auch für konkrete Hilfe hier auf der Erde: im Sport, in der Gesundheitsförderung oder in der Therapie, um beispielsweise Patienten zu helfen, die zu einem normalen Muskelaufbautraining nicht in der Lage sind.

 

Weitere Informationen

News ESA (Get some rest): http://www.esa.int/SPECIALS/bedrest/SEMYK072Q8H_0.html external link

Übersichtsseite ESA (Bedrest studies): http://www.esa.int/SPECIALS/bedrest/index.html external link

 

Hintergrundinformation

Berliner BedRest-Studien (BBR I und BBR II)


Welche immensen Vorteile Galileo Training für Langzeitastronauten bietet, zeigten bereits die zwei Berliner BedRest-Studien des Zentrums für Muskel- und Knochenforschung der Berliner Charité unter der Leitung von Professor Dieter Felsenberg, die zwischen 2003 und 2009 im Auftrag der ESA durchgeführt wurden. Galileo Training konnte in beiden Studien den Muskel- und Knochenverlust der "terrestrischen Astronauten" fast vollständig verhindern. Dies zeigte bereits das Ergebnis der ersten Studie. In der zweiten Studie konnte die Trainingsmethode noch optimiert werden. So sind bereits etwa 15 Minuten pro Woche High Intensity Training (HIT) auf Galileo ausreichend, um die Muskeln und Knochen der Astronauten zu erhalten.

 

Weitere Informationen

Ergebnisse BBR1: http://www.esa.int/esaCP/SEM4EJXJD1E_Germany_0.html external link


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